Wie funktioniert ein Forwarddarlehen?

Forwarddarlehen sind ganz normale Annuitätendarlehen mit laufender Zins- und Tilgungsleistung. Das einzig besondere: Forwarddarlehen werden nicht kurzfristig ausgezahlt, sondern erst in bis zu 60 Monaten (wenn die Zinsbindung der abzulösenden Darlehen endet).

Bei einem Forwarddarlehen entspricht der Darlehensbetrag der (voraussichtlichen) Restschuld des laufenden Darlehens. Um bei dem Darlehensbetrag auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich von dem aktuellen Kreditinstitut die Restschuld bei Ablauf der Sollzinsbindung bestätigen lassen (alte Zins- und Tilgungspläne, die man bei Abschluss des Darlehens erhalten hat, passen meistens nicht). Dabei können auch Sondertilgungen während oder nach Ablauf der Zinsbindung berücksichtigt werden.

Normalerweise verlangen Banken bei einem Darlehen ab einem bestimmten Zeitpunkt, z.B. nach 3, 6 oder 12 Monaten, sog. Bereitstellungszinsen. Bei einem Forwarddarlehen fallen allerdings keine Bereitstellungszinsen an. Die Zins- und Tilgungsraten fangen erst nach Auszahlung des Darlehens an. Bis dahin müssen keine Zinsen o.ä. an die Bank gezahlt werden.

Da man das Forwarddarlehen heute abschließt, gibt es dafür auch den heutigen Zinssatz. Da die Banken sich aber schon heute refinanzieren müssen, entstehen dort Kosten. Diese Kosten werden auf die Zinssätze aufgeschlagen (Forwardzuschlag). Damit ist gewährleistet, dass Sie in der Vorlaufzeit keine Zinsen oder Gebühren an die Bank zahlen müssen. Somit ist der Zinssatz für ein Forwarddarlehen etwas höher als für ein Darlehen, das kurzfristig ausgezahlt wird.

Übrigens: wenn eine Bank in der Werbung auf sog. “Forwardzuschläge” verzichtet, bedeutet das nicht, dass sie unter dem Strich günstiger ist als eine andere Bank, die Forwardzuschläge berechnet. Es kommt hier auch auf den “Basiszinssatz” an.

Sollten Sie ein Forwarddarlehen über eine neue Bank abschließen, wird diese rechtzeitig vor dem Umschuldungstermin Kontakt mit der “alten” Bank aufnehmen und die Abtretung von Sicherheiten (in der Regel die im Grundbuch eingetragenen Grundschulden) verlangen. Um diesen Sicherheitenwechsel müssen Sie sich nicht kümmern. Das regeln die Banken mittels sog. Ablösevollmacht untereinander (inkl. Kündigung des alten Darlehens). Durch diese Abtretung der Sicherheiten entstehen geringe Kosten für den Notar, der die Abtretung der Grundschulden beglaubigt, sowie für die Eintragung der Abtretung im Grundbuch. 

In Einzelfällen kann es allerdings sein, dass eine Abtretung von eingetragenen Grundschulden nicht möglich ist. Das hängt insbesondere davon ab, mit welchen Nebenbedingungen die Grundschulden im Grundbuch eingetragen wurden. In diesen Fällen müssen alte Grundschulden gelöscht und neue eingetragen werden, was nicht ganz billig ist Das kommt in der Praxis allerdings nur sehr selten vor.

Weitere Themen:
- Was sind Forwardzuschläge?
- Welche Kosten entstehen bei einer Umschuldung?
- Was passiert, wenn man das Forwarddarlehen nicht mehr will/braucht?
- Was sind unechte Forwarddarlehen? 
- Forwarddarlehen für KfW-Kredite?




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